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Paraguay ¦ Meldungen ¦ Chaco ¦ Pflanzen ¦ Tiere ¦ Land und Leute ¦ Häuser und Siedlungen
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Die Paraguayer

 

Ureinwohner Paraguays

In Ostparaguay waren die Guaraníes beheimatet. Diese Indianer wohnten in Dörfern von 4 bis 8 Häuser und  lebten von der Jagd und vom Ackerbau. Die Häuser waren 30 bis 150 m lang und 5 bis 15 m breit. In einem Haus lebten 30 bis 50 Familien. Im Zentrum des Dorfes war ein Platz für Versammlungen und Feste.

Die Chaco-Indianer waren höher gewachsen. Sie lebten als Wandervolk von der Jagd, dem Fischfang und von Waldfrüchten. Sie hatten primitive Hütten. Es gibt diverse Stämme, die sich z. T. heftig bekämpften.

Ursprung des paraguayischen Volkes

Die Spanier wurden von den Guaraníes freundlich aufgenommen. Sie halfen den Spaniern bei der Eroberung und Besiedelung des Landes. Bald vermischten sich die Spanier mit den Guaraníe-Frauen, und so entstand das paraguayische Volk, ein Volk von Mischlingen

Der Indianer im Paraguayer

(Ricardo) Seit ich mich mit den Indianern und deren Sitten und Gebräuchen beschäftige, fällt es mir wie Schuppen von den Augen, wenn ich die Wirtschaft und Politik der Paraguayer verfolge:

Für den gewählten Politiker ist es selbstverständlich (aber auch ein Muss), seine Leute in hohe Posten zu bringen und von seinem Status profitieren zu lassen. Die Eignung zur Bekleidung der Ämter ist Nebensache, Teilhabe am Verdienst ist wichtig. Der indianische Jäger und Sammler bringt seine Jagdbeute nach Hause und teilt sie unter seinen Dorfgenossen auf. Es ist Ehrensache, die besten Stücke zu verteilen.

Obwohl es der Paraguayer nicht gerne wahrhaben will, aber im Einheimischen fliesst viel Indianerblut. Dies beweist einerseits sein Verhalten und andererseits die Geschichte:

  • Während der Konquista im 16. Jahrhundert ordnete der Realpolitiker und Stadthalter von Asunción, Irala, die Vermischung seiner Soldaten mit den Indianerinnen an.

  • Ab 1814 war Dr. Gaspar Rodrigues de Francia Diktator und erliess folgendes Gebot: Allen Spaniern ist es verboten, Frauen europäischer Herkunft zu heiraten. Bei Zuwiderhandlung wurde dem Mann die Todesstrafe und der Frau eine zehnjährige Festungshaft angedroht.

Der Jäger und Sammler baut sich keine Schlösser, denn vielleicht schon morgen muss er in neue Jagdgründe aufbrechen. Man eignet sich nur soviel an, wie man tragen kann, kein unnötiger Ballast, kein Aufbau für das Morgen. Man hat vielleicht einen kleinen Pflanzplatz, aber wenn der abgeerntet ist geht man weiter. Als Sammler nimmt man sich soviel es hat. Heute: die sogenannten "Landlosen" besetzen fremdes Eigentum, auch solches, das den Indigenas zugesprochen ist, beuten Holz und Boden aus und gehen wieder auf die Strasse.

Anders als z. B. in Argentinien, ist der paraguayische Indianer, abgesehen von den Ayoreos (Moros) und den Chamacocos, sehr friedliebend. Das ist sicher der Grund, dass der heutige Paraguayer wenig kämpferisch ist. Eine grosse und blutige Revolution ist kaum vorstellbar. Der Paraguayer ist freundlich, gastfreundlich und bescheiden.

Obwohl das Land wirtschaftlich und vor allem politisch in einem sehr desolaten Zustand ist, passiert es mir immer wieder, dass ich von einer ungeheuren Liebe zu diesem Land gepackt werde. Dann bin ich wirklich stolz, in diesem Land leben zu dürfen. Das Herz richtet sich halt nicht nach dem Kopf, und besonders in diesem Land ist das Herz und das Gefühl wichtiger als der Verstand.

 

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(Zeichnung: Elsbeth Zoller)

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Die Mennoniten

 

"Unsere" Mennoniten

(Ricardo) Wenn man den Daheimgebliebenen aus unserer neuen Heimat, dem Chaco Paraguays berichtet, kommt man unweigerlich auf die Mennoniten zu sprechen. Dann wiederum kommt prompt die Frage: "Wer ist das? Wie sind die?"

Die Mennoniten im Chaco bezeichne ich etwas salopp als "unsere" Mennoniten oder "unsere" Mennos. Dabei ist es natürlich so, dass wir Neueinwanderer eine verschwindend kleine Rolle im Chaco spielen, während die Mennos aus dem Chaco eine wirtschaftlich blühende Oase geschaffen haben.

Die Mennoniten sind eine religiöse Gemeinschaft. Wie in allen solchen Gemeinschaften gibt es auch bei ihnen konservative, fundamentale, sprich orthodoxe Strömungen und Gruppierungen aber auch liberale, sich öffnende Tendenzen. Die Mennoniten im Chaco, also "unsere" Mennoniten möchte ich als sehr liberal und fortschrittlich bezeichnen. Sie sind sehr offen und kontaktfreudig, und beraten uns bereitwillig und offen über Fragen der Bewirtschaftung des Landes.

Im Gegensatz zu den Chaco-Mennoniten gibt es solche, die sich auch durch die Kleidung konservativ präsentieren, indem sie Latzhosen und Strohhut und die Frauen mittelalterliche Trachten tragen. Solche sind beispielsweise in Bolivien anzutreffen. Dann gibt es noch orthodoxere Mennoniten, die sogenannten Aemischen. Diese kleiden sich dunkelbraun oder schwarz mit einem breitrandigen schwarzen Hut, dürfen keine Gefühle zeigen und fahren nicht Auto. Solche gibt es in Mexiko, Mittelamerika und eine Gruppe soll es auch in Ostparaguay geben.

Zurück zu "unseren" Mennoniten: Die drei Kolonien mit den Hauptstädten Loma Plata, Filadelfia und Neu-Halbstadt befinden sich mitten im Chacos, dem sog. Chaco Central. Die Einwanderer kamen ab 1927 von Russland, Kanada und Deutschland. Heute erhält man in den modernen Einkaufszentren praktisch alles was das Herz begehrt. Wenn man ein Kontokorrent hat, kann man bargeldlos einkaufen oder einander bargeldlos Dienstleistungen und Waren verrechnen. Dann gibt es auch Internetcafés, Videotheken usw. Zudem ist die ärztliche Versorgung erschwinglich und auf einem ausserordentlich hohen Niveau. Traditionell ist der Austausch medizinischen Wissens und Praktiken mit Deutschland schon seit den Anfängen der Kolonien mit dem legendären Buschdoktor Gerhard Dollinger eingeführt worden. (Seine Aufzeichnungen aus dem Chaco sind in zwei Büchern erschienen und für jeden Chaqueño ein Muss. Ein Beispiel)

Ursprung der Mennoniten

(Aus "KAPUTI MENNONITA" von Peter P. Klassen)

Die Mennoniten sind eine Glaubensgemeinschaft – heute weltweit verbreitet – die ihren Ursprung in der Zeit der Reformation zu Anfang des 16. Jahrhunderts hat. In Zürich trennte sich im Jahre 1525 eine Gruppe von dem Reformator Zwingli, weil sie mit ihm in den Fragen der Kindertaufe, des Kriegsdienstes und der Stellung der Kirche zum Staat nicht übereinstimmte. Man nannte, die von jetzt ab nur Erwachsene auf den Glauben taufte, Täufer oder Wiedertäufer.

Die Verfolgung von seiten der Reformierten Kirche trug dazu bei, dass sich die Täuferbewegung schnell über Deutschland ausdehnte und auch die Niederlande erreichte. Hier trat 1536 der katholische Priester Menno Simons zu den Täufern über. Er wurde zum Organisator der verfolgten Gemeinden in Holland und Norddeutschland. Man nannte seine Anhänger jetzt nach ihm Mennoniten.

Im 16. Und 17. Jahrhundert wichen die Mennoniten dem Druck der Verfolgung und wanderten ostwärts nach Preussen und dem Weichselgebiet. Landnot trieb sie schliesslich nach Russland. Die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Russland veranlasste wiederum eine Gruppe nach Kanada auszuwandern.

Einwanderung im Chaco

1919; Fred Engen, Landsucher der Mennoniten in Kanada, versucht einen Vorstoss in die Chacowildnis, um festzustellen, ob sich das Land für Besiedlungszwecke eigne. Er versucht zunächst von Bolivien aus in den Chaco Boreal vorzustossen. Es gelingt ihm nicht. Er begibt sich nach Asunción und versucht dort wochenlang eine Expedition zusammenzustellen. Niemand will ihm folgen. Schliesslich lassen sich einige "Tobas"-Indianer überreden, mit ihm ins Innere der grossen Wildnis zu ziehen. Die Reitpferde und Packesel hatten es schwer. Es war ein mühsames Vorwärtstasten, immer tiefer in die gefahrenumwitterte, verrufene wilde Gegend hinein. Schliesslich trifft er auf Indianer und freundet sich mit ihnen an. Mit Kenneraugen überprüft er die Kämpe, den Boden und sagt sich: geeignet für Ackerbau, ebenes Land, abwechselnd Busch und Kamp. Genau das was die mennonitischen Bauern haben möchten. Die späteren Einwanderer hatten aber reichlich Mühe, den Chaco als besiedelbar anzusehen.

1927; Einwanderung der Mennoniten aus Kanada in den Chaco. In mühsamen Etappen waren sie vom Paraguayfluss her in die Wildnis vorgedrungen, Monat für Monat ein Stückchen weiter. Der Nachschub an Lebensmitteln, der Vorrat an Trinkwasser und der Zustand der durch den Busch geschlagenen Schneisen bestimmten das Tempo der Einwanderung. Bei trockenem Wetter im Winter erreichten die Ochsenwagen eine Stundengeschwindigkeit von drei Kilometern. Doch in der Regenzeit des Sommers gab es gar keine Geschwindigkeit. Dann quälten sich Menschen und Tiere in unsagbaren Strapazen durch den grundlosen schwarzen Lehm und wenn die Wagenkarawane einige Kilometer am Tag geschafft hatte und man nachts die lehmverklebten Kleider am Lagerfeuer trocknen konnte, sprach man von Erfolg.

(Quelle: "KAPUTI MENNONITA" und "IMMER KREISEN DIE GEIER von Peter P. Klassen)

Heute: Auf der asphaltierten und schnurgeraden Transchaco-Rute fährt man – abgesehen von einigen, sich täglich vermehrenden und vergrössernden Löchern – relativ komfortabel die rund 600 Km von Mcal. Estigarribia bis nach Asunción. Nur unsere Quiniento, die letzten 30 Km bis nach Rosaleda, lässt uns speziell in der Regenzeit an die Einwanderer und deren Probleme erinnern. Wenn unsere Camionetas absaufen, wenn wir barfuss versuchen sie wieder flott zu kriegen und wenn schlussendlich nur noch der Traktor helfen kann, ja dann können wir uns ein bisschen vorstellen, wie es damals wohl gewesen sein kann.

Inhalt

  • Die Chaco-Mennoniten

  • Ursprung

  • Einwanderung im Chaco

 

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Die Indianer im Chaco

 

(Ricardo) Hier möchte ich einiges über die indianische Urbevölkerung des Chaco berichten. Dabei möchte ich einerseits auf deren Mythologie und Riten eingehen, und andererseits deren Werdegang in der Assimilierung verfolgen. Der Verlust der alten Kultur wurde erst realisiert, als es schon fast zu spät war. Schlussendlich kommen wir zum letzten grossen Kampf der wilden und kriegerischen Ayoreos (auch Moros genannt), der vor nur 17 Jahren in unserer Nähe stattfand: Die Guidaigosode suchten die Totobiegosode das erste mal friedlich auf. Die Totobiegosode trauten dem Frieden nicht, und so kam es 1986/1987 zur legendären Auseinandersetzung, die 5 Tote und einige Verletzte mit Speerwunden in Kopf, Hals und Brust forderte.

Die letzten hundert Jahre

Zu Beginn des 20 Jahrhunderts war der Chaco noch eine Wildnis. In diesem Gebiet, in der Grösse Westdeutschlands, lebten keine 10'000 Indianer. (Nach der Besiedelung ergab die Volkszählung im Chaco 1997 knappe 100'000 Einwohner.) Es gab wenig erforschte Stämme, mit unterschiedlichen Kulturen und Sprachen. Strössner unterstützte das Vorhaben der Mennoniten, sich im Chaco niederzulassen. Mit der Besiedelung des Chacos sah er eine grössere Chance, die Besitzansprüche Paraguays gegen die Bolivianer zu verteidigen. Zu dieser Zeit war die Grenze zu Bolivien noch keinesfalls gesichert. Das heutige Mcal. Estigarribia war zu Anfang des Chacokrieges (1932 – 1935) noch eine bolivianische Festung.

Situation im Chaco heute

Sieht man einmal davon ab, dass auch die Chaco-Indianer praktisch nicht mehr als Jäger und Sammler ihr Leben fristen können, so haben sie doch in den Mennoniten gute Beschützer gefunden.

Machen wir einen Zeitsprung zurück: Die einwandernden Mennoniten, in den 1930er Jahren, kamen in das Jagd- und Wohngebiet der Lengua-Indianer. Die Lenguas waren ein Volk, das vom Aussterben bedroht war. Sehr viele wurden durch eine Pockenepidemie, kurz vor Ankunft der Mennoniten, in den Tod gerissen. Dann waren es auch die überlegenen Feinde anderer Ethnien, welche die weitzerstreuten Sippen der Lenguas immer kleiner werden liessen. Eine Volkszählung im Jahre 1943 ergab total 625 Lenguas im Gebiet der Chaco-Kolonien. 6 bis 12jährige Kinder gab es nur 12. Zur Zeit des Chacokrieges wurden von den Eltern ausser diesen 12 Kindern alle getötet. Man befürchtete, durch weinende Babys könnte die ganze Sippe entdeckt und von den Soldaten erschossen werden.

Heute (Zählung im Jahre 2000) leben im Raum der Chaco-Kolonien über 17'000 Indianer. Die Ursachen für die Zuwanderung sind verschieden. Zuerst ging es um die Verdienstmöglichkeiten in der Erntezeit. Bald merkten die Indianer, dass sich hier Möglichkeiten boten, gutes Geld zu verdienen.

Die Mennoniten verdanken sicher einen guten Teil ihres heutigen Wohlstandes den indianischen Arbeitskräften. Das Problem ist aber, dass heute nicht mehr so viele manuelle Arbeit anfällt, da einerseits grosse Maschinen für die Landbewirtschaftung und Ernte vorhanden sind und dass andererseits der Strom nicht mehr mit Dampf und Chacoholz erzeugt, sondern von Itapúa per Stromleitung bezogen wird. Wohin also mit den vielen Indianern?

Im Laufe der Zeit bauten die Mennoniten (Organisation ASCIM) 12 indianische Kolonien mit insgesamt 108 Dörfern auf 110'000 ha Land auf. Die ASCIM verfügt im Moment noch über eine Landreserve von 43'000 ha. In den Siedlungen gibt es Indianer vom Stamm der Lengua, Nivaclé und Sanapaná. Betrieben werden Viehzucht und Ackerbau. Das jüngste Projekt, das gerade in diesen Tagen in der Presse vorgestellt wurde, ist die Produktion von Sesam.

Die Mennoniten haben sich sehr für die schulische Bildung der Indianer eingesetzt und auch versucht, möglichst viele Lehrkräfte aus ihren eigenen Reihen zu rekrutieren. Folgende Aufstellung zeigt eine Statistik der Schüler und Lehrer in den Indianersiedlungen, wie sie sich im Jahre 1994 bot:

Anz.

Schule

Schüler

Lehrer

30

Escuelitas (Kindergarten)

550

50

47

Escuela Aldeanas (Volksschulen)

1138

49

11

Esc. Centrales (Mittelpunktschulen)

638

16

1

Esc. Cabecera (Hauptschule)

137

7

2

Ciclo Básico (Sek. in Yalve Sanga)

59

6

 

Ciclo Básico (Sek. In Filadelfia)

30

10

1

Formación Docente (Lehrerausbildung)

8

5

1

La Huerta (Landwirtschaftsschule)

61

8

2

Esc. Hogareña (Haushaltsschule)

28

9

1

Frauenschule in Yalve Sanga

34

3

96

total

2683

163

Die Mennoniten versuchen alles, um Indianern und Paraguayern in ihrem Gebiet zu Kulturland und Wohnraum zu verhelfen. Nicht ganz ohne Eigennutz, denn eine zufriedene Bevölkerung in ihrer Umgebung schafft auch ihnen weniger Probleme mit Diebstahl, Arbeitslosen und Unzufriedenen. Die Mennoniten haben auch schon oft versucht, die "Slums" vor ihren Städten zu eliminieren. Aber immer wenn sie diesen Leuten Tinglados aufstellten und Backsteine zur Verfügung stellten, kommen neue Ansiedler, oder jene verkaufen ihr neues Haus und logieren wieder am alten Platz unter Plastikplanen.

Aktuelles:

Landübergabe an die Indianer im Chaco (Okt. 2003)

Am 11 Oktober 2003 übergibt die Kolonie Menno der Indianergemeinschaft von Pozo Amarillo den Landtitel von insgesamt 7.396 Hektar. Angenommen man berechnet es mit US$ 100.- pro ha, so liegt der Wert dieses Landes bei US$ 739.600.-.

Dieses Land wurde 1943 von der Kolonie gekauft und an Mennobürger zur Besiedlung verkauft. Später kaufte die Kolonie dieses Land den Bürgern wieder ab und stellte es der Indianermission zur Verfügung. Nun bekamen die Indianer auch die Dokumente für das Land.

Zur feierlichen Titelübergabe erschien die geladene Presse praktisch nicht. Frage: Will man über die Indigenen nur negativ berichten?

Die Indianer "gedeihen" gut in Paraguay (2002)

Laut der Volkszählung 2002 gibt es rund 87.000 Ureinwohner in Paraguay. Bei der Volkszählung 1992, also vor zehn Jahren, zählte man "nur" 49.000. Das bedeutet, dass sich diese Volksgruppe trotz aller Schwierigkeiten bei Überleben und Gesundheitsbetreuung doch beträchtlich vermehren konnte.

An die 2000 Ureinwohner wurden nicht als Indianer gezählt, da sie bereits unter "Weissen" leben und deren Lebensgewohnheiten angenommen haben.

Indianerkrieg in Vorbereitung (Nov. 2004)

In der Tat hat es schon einige Besetzungen von Gebieten gegeben, auf denen indianische Stämme friedlich lebten. Die Indianer kamen dann meistens in die Hauptstadt, um sich durch Betteln über Wasser zu halten. In einem Fall konnten sie ihr Gebiet wieder in Besitz nehmen, doch fanden sie es verwüstet und fast ohne Bäume vor. Die "Landlosen" haben schliesslich Motorsägen und mit Abholzen ist schliesslich gutes Geld zu verdienen.

Jetzt scheint wieder eine Besetzung in Vorbereitung zu sein. In der Umgebung von Curuguaty leben die Aché Guaraní auf einem Gebiet von 8000 ha, das ihnen dazumal vom staatlichen Ureinwohnerinstitut INDI übergeben wurde. 7000 ha sind noch von Wald bestanden. Es ist offensichtlich nur natürlich, das andere Leute ihren Blick auf derart wertvolles Areal werfen.

Seit einiger Zeit gibt es ein Lager sogenannter "landloser Bauern" am Rande des Indianergebietes die drohen, das Gebiet zu besetzen. Die Indianer wollen ihr Gebiet verteidigen, denn sie zeigen sich in Kriegsbemalung und mit Pfeilbogen. Die Landlosen allerdings haben Feuerwaffen. Es ist also kaum zweifelhaft, wer bei einer Auseinandersetzung der Sieger wäre.

Inhalt:

  • die letzen 100 Jahre

  • heute

  • Aktuelles

Indianerstämme:

 

 

 

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